Matriarchale Ästhetik und Kunst


"Am Anfang war Eurynome, die Göttin aller Dinge. Nackt erhob sie sich aus dem Chaos. Aber sie fand nichts Festes, worauf sie ihre Füße setzen konnte. Sie trennte daher das Meer vom Himmel und tanzte einsam auf seinen Wellen. Sie tanzte gen Süden, und hinter ihr erhob sich der Wind.

Sie wandte sich um und erfaßte den Nordwind und rieb ihn zwischen ihren Händen. Da war es Ophion, die große Schlange. Eurynome tanzte wild und immer wilder, bis sich Ophion um ihre göttlichen Glieder schlang und sich mit ihr paarte. So wurde sie vom Nordwind schwanger.

Da nahm Eurynome die Gestalt der Taube an, ließ sich auf den Wellen nieder und legte zu ihrer Zeit das Weltei. Auf ihr Geheiß wand sich Ophion siebenmal um dieses Ei, bis es ausgebrütet war und aufsprang. Aus ihm fielen alle Dinge: Sonne, Planeten, Sterne, die Erde mit ihren Bergen und Flüssen, ihren Bäumen, Kräutern und lebenden Wesen."

(Aus: "Die tanzende Göttin" Heide Göttner-Abendroth nach Robert Ranke-Graves "Griechische Mythologie")



MusenKüsse

Neun sind sie, die Musen. Göttervater Zeus versuchte, sie als seine Töchter auszugeben. Doch sie waren schon laaange vor seiner Zeit. Ob er ihr Sohn ist? Das könnte gut sein. Auch wenn seine Söhne uns bis heute ganz was Anderes zu erzählen versuchen.

Die Schutzgöttinnen der Künste und Wissenschaften, sie wollen wiederkehren aus ihrem Ghetto. Erato hat mich dazu inspiriert, mehr über sie und ihre Schwestern zu erzählen. Und über mich, ihre Tochter. Davon, wie mich die Neun wachgeküsst haben...

Da wir in einer Zeit leben, in der wir zwar viel Wissen angehäuft haben und doch immer weniger "wissen", möchte ich Euch die Musen kurz vorstellen:

Klio, Muse der Geschichtsschreibung
Euterpe, Muse des Flötenspiels und GEsangs
Kalliope, Muse der epischen Dichtung und der Wissenschaft
Erato, Muse der Lyrik, der Liebesdichtung
Melpomene, Muse der Tragödie
Terpsichore, Muse des Tanzes
Thalia, Muse der Komödie
Urania, Muse der Astronomie
Polyhymnia, Muse der Musik


Noch viel gibt es über sie zu erzählen und bei gegebener Zeit werde ich das auch tun. Doch vorerst wünscht Erato sich von mir, daß ich über ihr Wirken in meinem Leben erzähle. In ihrer Sprache...dazu darf ich dich zu einem Besuch auf meinen Wildmohnfrau-Blog einladen: Link zu GedankenGut