Frauenhöhle

Lamprechtshöhle im Salzburger Pinzgau



Unsere erste Begegnung:

Zum Ostervollmond 2013 führte mich meine Göttin dorthin, wo ihre Priesterinnen schon vor vielen Jahrtausenden die Wiedergeburt des Lichts und des neuen Lebens aus ihrem mütterlichen Schoß gefeiert haben, und wo genau am "Ostertag ein schwarzes Hutzelweibchen mit einer Kerze in der Hand aus dem Berg treten soll": in die Lamprechtshöhle im Salzburger Pinzgau. Die Sagen des Salzburger Landes erzählen aus dieser Zeit, wo in der Frauenhöhle gefeiert, gesungen und getanzt wurde und den heiligen Liedern von Mutter Erde gelauscht wurde. 

Zu Samhain 2013 öffnete sich die alte Frauenhöhle erstmals wieder für uns Frauen und wir feierten tief im Bauch von Mutter Erde die Heilung, Stärkung und Erneuerung unserer Verbindung mit ihr und diesem besonderen Frauenkultplatz.

Auf den folgenden Seiten zeige ich euch Impressionen von den bisherigen Ritual-Festen in der Lamprechtshöhle. Unter Termine findet ihr die die kommenden Veranstaltungen.





Während die Homepage der Lamprechtshöhle die Legende vom Ritter Lamprecht erzählt, welcher angeblich die als Raubritter erbeuteten Schätze in der Lamprechtshöhle versteckte und damit der Frauenkulthöhle den Namen gegeben haben soll, erzählt "Das Salzburger Sagenbuch" aus dem Jahre 1962 von der "Schwarzen Frau" als Bewohnerin der Höhle, vom "Ritter Lamprecht" ist dort noch keine Rede.





Überall, wo sich die Erde den Menschen in weiblichen Formen zeigte, wurde sie als ihre Große Göttin verehrt.
Höhlen waren Orte der "Anderswelt" und eng mit den Geheimnissen rund um Tod und Wiedergeburt verbunden. So wie aus dem Schoß der Menschenfrauen und Tiermütter das junge Leben wiedergeboren wird, gebiert auch Mutter Erde Jahr für Jahr das neue Leben aus ihrem mütterlichen Schoß wieder.







"Ritter Lamprecht" soll zwei Töchter gehabt haben, von denen die Eine laut patriarchalisierter Legende "wohlgeraten, aber blind" und die Andere "habgierig und durchtrieben" gewesen sein soll. Nach dem Tode ihres Vaters soll die habgierige Schwester ihre blinde Schwester um den väterlichen Schatz betrogen haben und diesen in Begleitung eines "bösen, glutäugigen Hundes" in der Frauenhöhle versteckt haben, wonach im Laufe der Jahrhunderte viele "Glücksritter" gesucht haben sollen. So will es die patriarchalisierte Legende erzählen...





Über jene Zeit, als sich die Menschen noch daran erinnerten, daß Frau PERCHT dem LamPRECHTSofenloch den Namen gegeben hat und die Schätze darin die Gaben der in Fülle schenkenden, mütterliche Erde waren, erzähle ich interessierten Frauen und Männern gerne mehr vor Ort und auch in meinem im Entstehen begriffenen Buch über die landschaftsmythologischen Spuren des Salzburger Landes wird die "Frau Percht" des Saalachtales wieder ihren früheren Spuren folgen.





Elina erinnert sich wieder - oder immer noch - an die Zeit, wo die Frauen die Wege in und aus dem Schoß der Erde kannten. Vielleicht ist in ihr das Mädchen zurückgekehrt, von dem "Die Sage vom Lamprechtsofenloch" erzählt, daß sie "ein Jahr lang bei der Schwarzen Frau im Lamprechtsofenloch in die Magie der weisen Frauen eingeführt wurde..."? Die Göttin mag es wissen und dabei will ich es vorerst bewenden lassen.