Magie


„Magie“ wird in der westlichen Zivilisation negativ verstanden als ein Zeichen von Unwissenheit bei rückständigen Völkern, die glauben, durch gewisse die Natur imitierenden Praktiken diese beeinflussen zu können. Der Glaube an die Wirksamkeit von Magie scheint in dieser Sichtweise nur darauf zu beruhen, daß solche Völker die Naturgesetze nicht kennen und deshalb mit falschen Mitteln Veränderungen bewirken wollen.

Dieser bei uns eingefleischte Begriff von Magie ist im höchsten Grad abwertend und tendenziös. Er durchzieht die gesamte christliche Religionsgeschichte gemäß der Maxime: Religion ist Glaube, Magie ist Aberglaube. Magie wurde verurteilt, und das hat nicht unwesentlich zum Hexenwahn und zur Ermordung von Tausenden von Frauen in Europa beigetragen, denen magische Praktiken vorgeworfen wurden, die nur vom „Teufel“ kommen konnten.

Von Kolonialherren und christlichen Missionaren wurden im selben Sinn magische Praktiken den indigenen Völkern unterstellt, um sie als „primitiv“ herunter zu stufen und mit Recht zu erobern und zu bekehren.

Wenn man jedoch die Weltanschauung matriarchaler Kulturen versteht, erhält man eine Vorstellung davon, was matriarchale Menschen wirklich mit „Magie“ meinen. Sie betrachten nicht nur die gesamte Welt als göttlich, sondern sehen sich selbst al ein Teil von ihr. Folgerichtig betrachten sie sich selbst als mit allem in der Welt in Verbindung.

Sie kennen nicht das abspaltende, dualistische Denken in Gegensätzen von „Mensch“ versus „Natur“ oder „Geist“ versus „Natur“ … Fortsetzung folgt!