Matriarchale Männer

 

Deine Aufgabe ist nicht, nach Liebe zu suchen,

sondern nur, alle Schranken in dir selbst zu finden,

die du dagegen errichtet hast.


- MEVLANA DSCHELALUDDIN RUMI-




Auch wenn mein Schwerpunkt eindeutig auf der Arbeit mit Frauen liegt, so will ich doch auch jene Männer, welche bereit sind, ihre Sichtweise auf matriarchale Kultur und Gesellschaften zu erweitern, mit auf meinen Weg in eine neue, lebenswerte "Gesellschaft in Balance" nehmen.

Da es jedoch unterschiedliche Ansätze sind, das "matriarchale Wissen" Frauen oder Männern zu vermitteln, biete ich gewisse VORTRÄGE zu diesem Themenbereich auch "getrennt" an.

Noch sind keine Vorträge "für Männer" geplant. Zum einen aus zeitlichen Gründen, zum anderen aber auch deswegen, weil ich nicht abschätzen kann, wie groß das Interesse von Seiten der Männer an diesem "veränderten Blickwinkel" tatsächlich ist.

Es gibt vereinzelte Anfragen von interessierten Männern und sollte dieses "männliche Interesse" wachsen in nächster Zeit, so bin ich sehr gerne bereit, spezielle "Männervorträge" anzubieten.

Falls Du einer von diesen "neuen Männern" sein solltest und Dich für mein Angebot interessiert, so freue ich mich über eine persönliche Nachricht von Dir.

Da mir bewußt ist, mit wie vielen Vorurteilen und Ängsten des Thema "Matriarchat" in unserer patriarchalen Gesellschaft besetzt ist und wie sehr oftmals gerade Männer darauf mit Abwehr und "verbalen Provokationen" reagieren, will ich Eines gleich vorausschicken:

Mir geht es in meinen Vorträgen darum, mein Wissen an INTERESSIERTE Männer zu vermitteln, welche bereit sind und den Mut haben, sich auf diese neue "alte" Gesellschaftsform einzulassen.

Ich bin jedoch nicht gewillt auf energie- und zeitraubende Diskussionen mit Männern einzugehen, die dabei letztendlich nur ihre unverarbeiteten Mutter- und Frauenthemen zum Besten geben wollen.

Es geht bei meiner Arbeit nicht darum herauszufinden, ob "nun Frauen oder Männer die besseren Menschen sind...", sondern es geht darum, zwei total gegensätzliche GESELLSCHAFTSFORMEN zu vergleichen. Nämlich unsere patriarchale Gesellschaft mit ihren patriarchalen Männern und patriarchalisierten Frauen und im Vergleich dazu die matriarchale Gesellschaftsform mit matriarchalen Frauen und Männern.


Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, daß "jene Männer, deren Herzen und Seelen wirklich bereit sind für eine tiefe Heilung zwischen "Frau und Mann" auch Verständnis dafür haben, daß gewisse Bereiche der Heilungsarbeit mit Frauen ("Tanz des Bauches" - "Zeit für Weiblichkeit" - "Jahreskreisfeste für Frauen") den geschützten Raum der FRAUENGRUPPE brauchen.

...und jene Männer, die "damit ein Problem haben und sich deswegen ausgeschlossen fühlen", auf ihrem männlichen Heilungsweg ("noch") nicht diese bewußte Bereitschaft zur Heilung zwischen "Frau und Mann" in sich gefunden haben. Doch nur auf Basis dieser inneren Bereitschaft "bei den Männern" ist aus meiner persönlichen Erfahrung eine nähere Beschäftigung mit "matriarchalem Wissen" bereichernd und "befruchtend" für beide Seiten...


Männer am Weg in eine Gesellschaft in Balance:

Ich trage in mir die tiefe Überzeugung, daß ein Weg in eine wieder lebenswerte, friedliche und alles Leben auf der Erde respektierende Gesellschaft nur von Frauen und Männern gemeinsam entdeckt, erkannt und gegangen werden kann. Darunter verstehe ich jedoch nicht, daß Frauen und Männer diese Aufgabe und Herausforderungen immer nur "gemeinsam" beschreiten sollen.

Denn es gibt Bereiche, in denen Frauen und auch Männer nur dann ganz heilen können, wenn sie diesen Heilungsweg "unter sich" beschreiten. Für indigene Kulturen war und ist dies selbstverständlich. Frauen pflegen ihre Heilrituale in ihren Frauen-Medizinbünden und genauso haben Männer ihre Gemeinschaften, in denen sie in ihre wirkliche, männliche Kraft eingeführt werden und wieder heil und ganz werden durch die Gemeinschaft der Männer in der Verbindung zu Mutter Erde.

Immer wieder erlebe ich Frauen, die in Bezug auf die "Bewußtwerdung des Mannes" aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen mit Männern resigniert haben. Frauen, in denen sich die Überzeugung festgesetzt hat, daß Männer "sich nicht entwickeln wollen". Ich erlebe das anders.

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, daß es bewußte und reife Männer gibt. Sie mögen noch nicht die "breite Masse" sein, doch sie sind unterwegs auf Mutter Erde, um gemeinsam mit bewußten Frauen Heilungswege zu finden hinaus aus der patriarchalen, lebensvernichtenden Gesellschaft.

Einige davon möchte ich Euch hier vorstellen. Mögen diese Männer einerseits zum Vorbild werden für andere Männer "am Weg" und andererseits in Frauen die Zuversicht stärken, daß wir nicht alleine unterwegs sind auf unserem Weg in eine neue, auf matriarchalen Werten, basierende Gesellschaft.


Johannes Heimrath

Pionier der Neuen Sozialen Bewegungen in Deutschland. Als Verleger gibt er die kulturkreative Zeitschrift Oya heraus.  Johannes Heimrath ist Präsident der Europäischen Akademie der Heilenden Künste in Klein Jasedow sowie Generalsekretär des Club of Budapest International. Seit über 35 Jahren lebt er in einer intentionalen Community.

OYA - anders denken. anders leben

Zukunftswerk Klein Jasedow


Bücher:

- "Die Post-Kollaps-Gesellschaft"

- "Genius Loci - Der Geist von Landschaften in Geomantie und Architektur" (mit Lara Mallien)

- "Was ist Geomantie? Die neue Beziehung zu unserem Heimatplaneten" (mit Lara Mallien)


Interview mit Johannes Heimrath im Talk TV auf MYSTICA:

Die Post-Kollaps-Gesellschaft




Geseko von Lüpke

Schwerpunkt seiner Tätigkeit sind die interdisziplinären Bereiche zwischen nachhaltiger Entwicklung, Zukunftsforschung, neuen ganzheitlichen Ansätzen in Kultur und Naturwissenschaft, Reformpädagogik, ökologischer Ethik, moderner Spiritualität und menschlicher Entwicklung.


Bücher:

- "Altes Wissen für eine neue Zeit - Gespräche mit Heilern und Schamanen des 21. Jahrhunderts"

- "Politik des Herzens"

- "Vision Quest" (mit Sylvia Koch-Weser)

- "Zukunft entsteht aus der Krise" 


Interviews mit Geseko von Lüpke im Talk TV auf MYSTICA:

Wendezeit – Durch die Krise zu kulturellem Wandel

Visionssuche

Tiefenökologie



Robert Anatol Stein

Zum Tun von Robert Anatol Stein hier ein Auszug aus seinem Blog "Systemisch-matriarchale Sichtweisen":

"Durch meine Arbeit mit Lehrern und Erziehern im Rahmen von Kursen zum Umgang mit jugendlicher Aggression und Gewalt habe ich mich zunehmend mit den eigentlichen Ursachen von destruktiven Strukturen und Verhaltensmustern beschäftigt. Immer wieder führen die Spuren in das Familiensystem, also der Art und Weise, wie Menschen im Alltag zusammenleben und wie dabei die individuellen Bedürfnisse beachtet werden können. Die Werte, die dort erlernt und gelebt werden, sind nicht nur entscheidend für die individuelle Lebensgestaltung, sondern auch für das Wertesystem der gesamten Gesellschaft. Die Kombination heilsamer systemischer Interventionen in Kombination mit der Einführung eines bedürfnisorientierten, matriarchalen Wertesystems verspricht dabei den größten Erfolg bei der nachhaltigen Abschaffung destruktiver Systemstrukturen."

 Link zum Blog von Robert Anatol Stein





Zur viel und oft zitierten "Angst der Männer vor den Frauen": immer wieder höre ich bei meinen Vorträgen diese Aussage, daß "die Angst des Mannes vor der Frau" für die männlich-patriarchale Unterdrückung der Frauen verantwortlich sei und diese "Angst der Männer vor der Kraft der Frau" eine "männliche Urangst" wäre.

Dazu möchte ich einen Aspekt anmerken: diese männliche Angst vor der Kraft der Frauen, welche in der patriarchalen Gesellschaft an der männlichen Tagesordnung ist, tragen matriarchale Männer nicht in sich! Somit zeigt sich klar, daß diese "Angst des Mannes vor der Frau" nicht "angeboren" ist, sondern gesellschaftsbedingt ist. Diese Angst und seine daraus entstehenden Unterdrückungsmechanismen hinsichtlich der Kraft der Frauen sind ein Symptom der patriarchalen Männer in einer patriarchalen Gesellschaft.




"Für Frauen" zu sein bedeutet nicht

deswegen "gegen Männer" zu sein!