Wirklichkeit 


Die Göttin zeigt sich uns. Überall. Sie ist wirklich. Sie ist die Wirklichkeit jenseits unseres Alltagsleben, durch das sie doch immer und immer wieder auf uns, mit uns und durch uns wirkt...


Die Spinnerin hat ihre Netze zum Trocknen in die Morgensonne gehängt. Millionen Tautropfenperlen schimmern in ihren feinen Geweben. Sie ist es, die alles neu knüpft. Die gerissenen Fäden, die tragfähigen Netze zwischen den Frauen. Die Nähe, Hilfsbereitschaft und Liebe zwischen den Menschen. Die Wertschätzung und das Vertrauen zwischen den Generationen. Den Frieden und die Freiheit zwischen den Ländern auf dem Leib ihrer Mutter, unserer Mutter Erde. Dann, wenn ihre Kunstwerke wieder als solche erkannt und wertgeschätz werden. 


























Die sinnlich-süße Zwetschkenfrau leuchtet prall und verlockend in diesen Tagen der beginnenden Transformations- zeit. Sie lehrt uns, daß die Verwandlung nicht nur schmerzhaft, sondern auch süß sein kann. So wie sie uns ihren Leib schenkt, um uns mit leckerer Marmelade durch den Winter zu begleiten. Sie für uns stirbt, damit wir weiterleben können durch die kalten Monate hindurch. So wie die Tödin der Zwetschenfrau den Tod bringt, besucht sie auch uns in dieser Zeit. Manchmal fragt sie uns, ob wir mit ihr in ihre paradiesische Anderswelt kommen wollen, um daraus im Frühling neu zu erwachen. Manchmal holt sie uns einfach. "Komm, süßer Tod" titelte der Salzburger Autor Wolf Haas vor einigen Jahren. Ob er dazu von der Zwetschkenfrau animiert wurde? 


















Weitere Bilder aus der Wirklichkeit der Göttin folgen...